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Geschichte des "Krokodils"

Geschichte des "Krokodils"

Geschichte des „Krokodils“

Das Krokodil - eine lange Geschichte!
Das „Krokodil“, zentral in der Stadt des berühmten „Hornberger Schießens“ gelegen, ist aus dem Schwarzwaldstädtchen nicht mehr wegzudenken. Bereits gegen Ende des 19.Jahrhunderts wurde das geschichtsträchtige Lokal erstmals eröffnet. Zurückverfolgen lassen sich die Betreiber bis auf das Jahr 1874. Dabei hieß das Anwesen ursprünglich „Zum Schwanen“. Als in den 80er Jahren des 19.Jahrhunderts ein Pächter namens Albino Frederizzi das Lokal übernahm, konnte er schlichtweg keine Schankerlaubnis erhalten – und benannte die Gaststätte einfach in „Krokodil“ um. Ein für den Schwarzwald untypischer Name, der ebenfalls einen Hintergrund hat:

Ein ungewöhnlicher Name
Rührt der Name tatsächlich vom Tier her? Keineswegs: Das „Krokodil“ bezeichnete eine Lokomotive, die im Zuge der Eröffnung der malerischen Schwarzwaldbahn, die an Hornberg vorbeiführt, im Einsatz war. Das „Krokodil“ bildete dabei das Mittelstück dieser Lokomotive – daher der Name des angesehenen Hornberger Lokals. Albino Frederizzi wirkte dabei selbst beim Bau der Schwarzwaldbahn mit und ließ sich davon inspirieren. Die Schwarzwaldbahn, die von Konstanz bis nach Offenburg führt, ist dabei heute noch eine Reise wert.

Eine wechselvolle Vergangenheit
Das „Krokodil“ - steinerner Zeuge einer abwechslungsreichen Vergangenheit. 1898 brannte das Gasthaus nieder und wurde 1901 an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Pächter und Besitzer wechselten sich im Folgenden ab, bis am 25.Januar 1921 Emil und Albert Ketterer, die Inhaber der Brauerei Ketterer, das Wirtshaus aufkauften. Seitdem ist das „Krokodil“ im Besitz der Familie Ketterer, die auch heute noch die „Privatbrauerei Ketterer“ betreibt. Seitdem hat das „Krokodil“ im Wesentlichen seine heutige Form beibehalten.
Doch nicht nur das „Krokodil“, auch das schmucke Schwarzwaldstädtchen Hornberg hat eine wechselvolle Geschichte. Jeder kennt den Ausdruck „Es ging aus wie das Hornberger Schießen“ – deswegen wollen wir Neugierigen an dieser Stelle die berühmte Anekdote nicht vorenthalten:

Das „Hornberger Schießen“
Anno 1564 hatte sich hoher Besuch in Hornberg angekündigt: Herzog Christoph von Württemberg. Mit viel Salut und in allen Ehren sollte dieser empfangen werden; das nahmen sich die Hornberger fest vor. Obwohl man fleißig nach der großen Persönlichkeit Ausschau hielt, wobei auch reichlich Wein und Bier floss, vertat man sich doch immer wieder: Zunächst begrüßte man mit viel Getöse eine Postkutsche, dann einen Krämerkarren, später eine Rinderherde. Und als der Herzog schließlich wirklich kam – war das Pulver verschossen. Schnell besannen sich die Hornberger und einigten sich darauf, denn Herzog mit einem herzhaften „Piff paff“ zu begrüßen. Dieser jedoch war von dieser Vorstellung wenig angetan und drohte sie allesamt in den Kerker werfen zu lassen. Der Tochter des Schreibers gelang es jedoch, ihn wieder zu besänftigten.
Daher rührt die Redewendung „Es geht aus wie das Hornberger Schießen“.